Brennwerttechnik
Wenn Wasserdampf kondensiert, wird Wärme frei. Dieses Gesetz der Natur machen sich Brennwertkessel zu nutzen. Wie bei herkömmlichen Heiztechniken nutzen sie natürlich die Hitze, die beim verbrennen eines Heizmaterials entsteht. Zusätzlich nutzt ein Brennwertgerät, allerdings auch die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärme. Bei herkömmlichen Kesseln hingegen steigt der Wasserdampf ungenutzt aus dem Kamin. Durch diesen zusätzlichen Wärmegewinn können Brennwertkessel in der Praxis ca. fünf Prozent mehr Energie als herkömmliche Kesseln nutzen.
Wie funktioniert ein Brennwertkessel?
Durch das Verbrennen eines Heizmaterials wird das Heizwasser erwärmt. Dabei entstehen heiße Abgase. Das warme Heizwasser wird zum Wärmeverbraucher gepumpt, durch das Durchfließen des Wärmeverbrauchers (Fußbodenheizung, Heizkörper...) mit erwärmten Heizungswasser wird der Raum erwärmt. Vom Wärmeverbraucher aus fließt das Heizwasser abgekühlt in das Brennwertheizgerät zurück. Je geringer die Rücklauftemperatur ist, desto besser funktioniert der Brennwerteffekt. Das abgekühlte Heizwasser kühlt die heißen Abgase, die bei der Verbrennung im Kessel entstehen. Durch das kühlen der Abgase kondensiert der vorhandene Wasserdampf. Die entstehende Kondensationswärme wird dann genutzt, um das Heizwasser wieder zu erwärmen. Die Abgastemperatur eines Brennwertkessels liegt bei ca. 45° C. Bei einem Standardkessel ohne Brenntechnik liegt es zwischen 160 und 180° C. Mit einem Brennwertkessel geht deutlich weniger Wärme durch den Kamin verloren.